Poel im Herbst

Poel im Herbst

Insel Poel - meine Ostsee-Perle

Vor einigen Jahren kam ich durch einen wunderbaren Zufall auf die Insel Poel. Ich bin kein romantischer oder verklärter Typ, aber damals schoss mir tatsächlich durch den Kopf: Ich bin angekommen. Verrückt, ich weiß. Aber dieses Gefühl hält bis heute an, und ich komme hierher, sooft ich kann. Ich liebe die Strände, die etwas verschlafene Atmosphäre und sogar die Plattenbauten in der Straße der Jugend – so lange liegt die DDR noch nicht zurück! Poel ist oft Drehort der «SoKo Wismar», die Schauspieler sind herrlich unprätentiös, immer für ein Selfie oder einen Schwatz zu haben. 

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Ich wünsche mir, dass die Uhren auf Poel noch lange langsamer laufen und diesem Kleinod neun Kilometer von Wismar entfernt, erspart bleibt, was man auf Usedom oder Rügen schon länger beobachten kann: Luxuriöse Unterkünfte, teure Marinas und Läden schießen aus dem Boden, Besucherströme wälzen sich über die Zufahrtsstraßen. Dafür gibt es keinen Platz und wohl kein Interesse mehr an den Bewohnern, Krankenhäuser und Kindergärten werden geschlossen, günstiger Wohnraum ist nicht mehr vorhanden. Für mich sind solche Inseln nur noch himmeltraurige Museumsdörfer. Bitte, liebe Verantwortlichen von Poel, macht das nicht nach, ja?

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